Wegbeschreibung
Donnerstag, 02. Oktober 2008Der Weg beginnt in Liebenscheid und führt zumeist durch eine
offene Kulturlandschaft nach Haiger. Er folgt weitgehend dem
Rothaarsteig, der gut mit Ruheplätzen und Schautafeln ausgerüstet
ist. Man wandert über Wiesen, die von kleinen Waldstücken
begrenzt sind, einzelne Baumgruppen und Buschwerk
lockern das Bild auf, immer wieder eröffnen sich weite Blicke
über das Land. Von Rabenscheid bis Haiger folgt der Weg grob
dem Aubach, den man aber nur vereinzelt sieht. Bei Langenaubach
führt eine alte Steinbrücke über das Gewässer. Dort hat
der Missions-Wanderweg eine Gabelung. Man kann weiter den
Rothaarsteig entlang wandern, man kann aber auch von Langenaubach
kommend hier in den Weg einsteigen. Am nördlichen
Ende von Langenaubach beginnt auf der rechten Seite
des Aubachs ein asphaltieter Fahrrad- und Fußgängerweg. Der
Weg ist barrierefrei und eben bis Haiger. Stets hat man zur
Rechten den steilen Hang des Bachtals und zur linken Wiesen
und den Bach. Man erreicht Haiger, geht durch den Ort und
kommt bei der alten Pfarrkirche an, die mit einem großen Baum
auf einem kleinen Hügel steht.
Von der Kirche in Liebenscheid aus beginnt man die Wanderung
auf dem Rothaarsteig, am Ortsrand steht ein Markierungsstein
des Steigs mit der Kilometerangabe 20. Der Weg führt zwischen
Baumgruppen und auf Wiesen in östliche Richtung, kleine Wälder,
zumeist mit jungem Baumbestand, wirken wie grüne Tore. Man
verlässt den Rothaarsteig an einer Stelle, wo er nach rechts abbiegt
und zur Fuchskaute über die Ketzersteine führt. Unser Weg
geht geradeaus und bringt uns in das Weißenberger Holz.
Auf einem schmalen Pfad erreicht man eine Brücke über den
Winterbach, an der ein Schild und ein alter Grenzstein auf das
Dreiländer-Eck hinweisen. Jenseits des Baches beginnt ein
kleines Naturschutzgebiet, unser Weg ist nun ein schöner Pfad,
der besinnlich stimmt.
Ein Schotterweg führt durch jungen Baumbestand und wilde
Wiesen. An einem Wegweiser treffen wir wieder auf den Rothaarsteig.
Nach einer Weile hat man nach rechts einen Blick
auf das Naturschutzgebiet Fuchskaute mit ihren Windmühlen-
Feldern und nach links eine weite Sicht über Hügel und Täler,
einzelne Bäume auf weiten Wiesen formen eine erbauliche
Landschaft. Der Weg führt über eine Straße an den nördlichen
Rand von Rabenscheid. Die Kirche aus Naturstein mit ihren
wuchtigen Wehrturm steht trutzig am Rande des Ortes.
Der Weg umgeht Rabenscheid nord-östlich und man taucht
wieder in die gewohnt schöne Landschaft ein. Durch das raue
Klima entstand einst eine traditionelle, genossenschaftliche Art
der Weidenutzung. Hierzu wurde der Wald gerodet und Weiden
wurden angelegt. Die intensive Nutzung führte zur Ansiedlung
von Grasarten, wie sie sonst typisch für die Alpen sind. Jetzt findet
man hier viele stark gefährdete Pflanzenarten. Geradeaus liegt
die Fischbachmühle, einem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude
am Aubach.
Von nun an führt der Weg, der Richtung des Aubachs folgend,
nach Haiger. Der Bach meandert durch ein enges Tal und ist vom
Wege aus, der am östlichen Talhang entlang führt, meist nicht zu
sehen. Vor der Mühle biegt der Weg nach links ab, führt zwischen
einem Feld und dem Baumbestand am Bach entlang und biegt
dann in einen Pfad mit Brücke ein.
An einem Erlenwäldchen vorbei geht der Weg wieder bergauf
und führt wieder über Wiesen und durch Baumgruppen in einen
Wald mit bemoosten Felsbrocken zwischen Buchen. Es geht an
einem Waldhaus vorbei, der Weg wird breiter, durch Bäume
hindurch gibt es schöne Blicke nach Osten.
Es geht an der linken Talseite leicht bergauf und weiter durch
einen lichten Buchenwald wieder hinab zum Bachtal. Linkerhand,
unterhalb eines steilen Hangs, rauscht der Bach. In einer Kurve,
bei einer Ruhebank, steht man direkt über dem Bach. Rechterhand
am weiteren Wege liegt etwas abseits ein alter Basaltsteinbruch.
Ein Einschnitt im Hang endet an einem künstlich geschaffenen
Felsentor. Es lohnt sich durch dieses Tor in den Steinbruch
zu schauen, der jetzt unter Wasser steht. Kleine Bachläufe
kreuzen den Weg und führen ihr Wasser dem Aubach zu. Mitunter
weitet sich das Bachtal und das Wasser fließt in verzweigten
Armen.
Unter einer alten Eisenbahnbrücke hindurch erreicht man den
Platz, an dem nach rechts der Rothaarsteig wieder bergauf geht
und nach links ein breiter Fahrweg über eine alte Steinbrücke
nach Langenaubach führt. Nach starken Regenfällen hat hier der
Bach eine gelblich lehmige Farbe, die vom Wasser aus den Überlaufbecken
der Tongruben stammt. Wir folgen dem steil aufsteigenden
Weg an der rechten Bachseite und erreichen nach den
typischen Wechseln von Wiesen und Walstücken das Wildweiberhäuschen,
eine an Wochenenden bewirtschaftete Hütte, von der
aus man einen weiten Blick nach Norden hat.
Ein sehr schöner Wegabschnitt folgt wieder über Wiesen, durch
Gebüsch und Waldstücke, der Blick findet weite Panoramen.
Schließlich trifft man auf die Alte Rheinstraße, einen historischen
Fahrweg. Es geht recht geradeaus auf der Höhe entlang nach
Norden. Am Wegrand steht der 40 km Stein des Rothaarsteigs.
Zwischendrin nimmt der Weg wieder Pfadcharakter an, dann
mündet er wieder auf dem breiten Fahrweg. Am Wegesrand ist
ein Ruheplatz des Rothaarsteigs. Ein Tisch und Stühle aus Basaltsteinen,
die Stühle sind erstaunlich bequem, laden zu einer originellen
Rast ein. Man hat dort einen weiten Blick nach Süden.
Bei einem Wiedereintritt in den Wald gabelt sich die Alte Rheinstraße,
der Rothaarsteig geht rechts ab und wir bleiben auf dem
Zubringerweg nach Haiger.
Auf einer Waldstraße geht es bergab, in einer großen Rechtskurve
gehen wir geradeaus auf einem Pfad zum Eduardsturm, einem
Aussichtsturm mit modernem Treppenausbau (etwa 50 Stufen).
Von der überdachten Plattform des Turms sieht man Haiger, die
Autobahn und die in der ferne liegenden Hügelketten. Im Tale,
zu Füßen des Turms, steht die alte Pfarrkirche, das Ziel unserer
Wanderung. Von der Höhe führt ein schmaler Pfad durch den
Wald an den Ortsrand. Der Weg entlang des Hanges oberhalb
Haiger wird ein kurzes Stück zum Waldlehrpfad und führt
schließlich in den Ort.
Mission heute
Donnerstag, 02. Oktober 2008Sie geschieht, indem Menschen teilhaben an Gottes
Mission. Er hat sich in Jesus Christus offenbart und ruft
durch ihn Menschen zur Versöhnung und zum Frieden.
Die Kirche nimmt ihren missionarischen Auftrag am deutlichsten
dadurch wahr, dass sie einladende und vielfältige
Begegnungsmöglichkeiten mit dem Evangelium schafft
und so zum Glauben einlädt. So erfahren Menschen,
welchen Gewinn ihr Leben durch den Glauben hat und
dass sie Auskunft geben können von der Hoffnung, die
ihr Leben trägt.
Mission heute ist ein Mosaik vielfältiger Aufgaben, die
alle ein Ziel haben: Menschen zu befähigen und zu
stärken, damit sie den Ruf Gottes hören und sich den
Anforderungen in ihrem Leben stellen können.
Wieso ein Missionsweg? Was bedeutet das?
Donnerstag, 02. Oktober 2008Wir, die Evangelischen Dekanate Bad Marienberg und
Dillenburg und die Vereinte Evangelische Mission in
Wuppertal (VEM) geben Ihnen bei Ihrer Wanderweg
durch den schönen Westerwald einen Einblick in einen
Bereich christlichen Lebens der Menschen in dieser
Region.
Seit den vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts sind
Männer und Frauen aus dem Westerwald als Missionare
vor allem in Asien und Afrika tätig gewesen. Aus christlicher
Überzeugung haben sie den Aufbruch gewagt,
um Menschen in anderen Erdteilen das Evangelium von
Jesus Christus nahe zu bringen. Dazu haben sie sich der
Rheinischen Missionsgesellschaft in Wuppertal angeschlossen.
Heute hat sich aus deren Missionsarbeit eine
Gemeinschaft von 34 regionalen Kirchen in drei Erdteilen
entwickelt, die Vereinte Evangelische Mission (VEM).
Der Missionsweg Nordnassau erinnert an diese Männer
und Frauen, die unter Einsatz ihres Lebens den Aufbruch
wagten.
Der Missionsweg lädt Sie auch ein, über den Auftrag von
Christen heute in Kirche, in der Gesellschaft und in der
Welt nachzudenken. Dabei können die Erfahrungen von
Christen aus Afrika und Asien den Christen in Deutschland
hilfreich sein.
Wie wünschen Ihnen einen anregenden Weg und freuen
uns, wenn Sie uns eine Rückmeldung oder auch
Anregungen geben.
Von Liebenscheid nach Haiger
Sonntag, 21. September 2008Wer waren die Menschen, die seit Anfang des 19. Jahrhunderts aus christlicher Überzeugung den Aufbruch gewagt haben, um das Evangelium von Jesus Christus den Menschen nahe zubringen?
Wandeln Sie auf ihren Spuren und sammeln Sie dabei unvergessliche Eindrücke ihrer Westerwälder Heimat.
Machen Sie sich auf den Weg!