Literaturlesung in Hachenburg
Geschichten über das Rauchen in der Zukunft, kulturell bedingte Missverständnisse und Liebesgeschichten zogen in Hachenburg die Teilnehmer der Autorenlesung des „Literaturclubs der Frauen aus aller Welt“ in ihren Bann. Sechs Autorinnen aus den Herkunftsländern Kanada, Kroatien, Finnland, Tschechien und Deutschland waren einer Einladung des Arbeitskreises Integration und Asyl der Evangelischen Kirchengemeinde Altstadt gefolgt.
Die Zuhörer spendeten begeisterten Applaus
Die Frauen des Frankfurter Literaturclubs trugen den rund 70 Besuchern der Veranstaltung im Löwensaal der Stadtbücherei eigene literarische Werke, wie Erzählungen, Romanauszüge und Gedichte vor. Themen waren die eigene Integration in Deutschland, Auseinandersetzung mit dem Herkunftsland, aber auch Texte ohne Bezug zur Migration. Musikalisch dezent untermalt wurde der Abend von den Musikern der Hachenburger Familie Kortus mit Keyboard, Bassgitarre und Rhythmusinstrumenten.
Positives Resümee
Die Frauen des Sprachkurses des Arbeitskreises Integration und Asyl hatten ein Büffet mit orientalischen Backwaren, Tee und Sekt zur Verfügung gestellt, dem die Besucher in der Pause der rund 2-stündigen Lesung zusprachen. Zum Abschluss des Abends dankte Dekan Fries allen Beteiligten der Veranstaltung und zog ein positives Resümee. „Man bekommt direkt Lust, selbst literarisch tätig zu werden," sagte er. Durch die literarischen Texte sei sehr deutlich geworden, dass die Autorinnen weiter muttersprachlich denken, auch wenn sie auf Deutsch schreiben. Als Dank überreichte Margaret Haas vom Arbeitskreis jeder Autorin eine Rose. Die Autorenlesung war aus Anlass des in diesem Jahr 10jährigen Bestehens des Arbeitskreises Integration und Asyl der Ev. Kirchengemeinde Altstadt organisiert worden. (shg)
Der Literaturclub der Frauen aus aller Welt wurde im August 2001 in Frankfurt gegründet. Der Literaturclub versteht sich als eine literarische Einrichtung für Frauen aus aller Welt, also auch für deutsche Frauen. Im Mittelpunkt steht die Literatur von Frauen, deren Muttersprache nicht deutsch ist, die aber Deutsch als Literatursprache für sich entdecken. Unabhängig von der Nationalität der Mitglieder werden Texte ausschließlich in deutscher Sprache verfasst. Zurzeit besteht der Club aus vierzehn Frauen aus: Armenien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Iran, Italien, Kanada, Kroatien, Mazedonien, Tschechien, Türkei, Usbekistan. Jeden zweiten Mittwoch eines Monats treffen sich die Mitglieder in Frankfurt. Die beteiligten Frauen haben bereits mehrere Publikationen veröffentlicht. |